Phlox und seine Pflege

 

 

 

"Phlox wird älter als ein Landpfarrer, bedarf allerdings etwas häufigerer Versetzung zur vollen Erhaltung seiner Lebenskraft."

So sagte einmal Karl Foerster.

 

Phlox paniculata "Kirmeslandler"

 

Standort

Phlox paniculata macht man glücklich, wenn er in eher kühlen, niederschlagsreichen Regionen stehen darf - naja, da ist unser niederbayrisches Klima ideal. 

Seine Füße steckt er gern in lehmige, nährstoffreiche, aber schön locker und durchlässige Böden. Im Frühjahr achte ich darauf, dass genügend Feuchtigkeit vorherrscht. Saure Böden verträgt er nicht.

Sein Standort kann variieren zwischen absonnig bis lichter Schatten. Starken Schatten mag er gar nicht, dann gedeiht er schlecht und blüht eher weniger.

Bei uns stehen manche in nahezu vollsonniger Lage, aber unser Boden ist an diesen betreffenden Stellen schön frisch und lehmig. Wir achten stets darauf, dass der Boden immer sowohl gemulcht, als auch mit niedrigen Pflänzchen bewachsen ist. Auch Tagetes Nana stehen hier, um Nematoden zu verscheuchen.

Wenn man alles schön beachtet und ihn hegt und pflegt, bleibt der Phlox robust, standfest und langlebig. Sehr strenge Winter, aber auch fies, strenge Spätfröste verdaut er ohne Probleme.

 

Verlängerung der Blütezeit

Wenn man die Blütezeit beim Phlox verlängern möchte, kann man vor der Blüte ein paar äußere Dolden pinzieren. Nach der Hauptblüte die verblüten Triebe entfernen. Aus den Blattachseln werden neue Blütenstände entstehen, die dann kleinere Dolden mit einer späteren Blütezeit ausbilden.

 

... und wenn er doch anders aussieht...

Je nach Standort oder Witterung kann ein Phlox sich auch etwas verändern. Die Farben weichen etwas ab, Wuchshöhe oder Blütengröße/-zeit variieren - manchmal sind die Abweichungen auch erheblich.

 

... und wenn alle Stricke reißen...

Wohnt jemand eher in einer warmen Region mit trockenen, sandigen Böden und möchte dennoch Phloxe haben, dann gibt es auch Züchtungen für solche Standorte. Zum Beispiel hat Karl Foerster ein paar gezüchtet.